Kantorei

Kantorei – Jesus bleibet meine Freude (2. Splitscreen-Video)

Liebe Kantorei,

das berühmte „Jesus bleibet meine Freude“ stammt aus der Kantate BVW 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“. Diese Kantate hat, was eher ungewöhnlich ist, zwei Teile. Beide Teile enden mit der Choralstrophe, deren Musik so bekannt ist. Der Text der Stophe am Ende von Teil 1 ist „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ (eine Freude für alle Fans altertümlicher Genitivendungen ;-)). Der Teil 2 wird mit „Jesus bleibet meine Freude“ beendet. Ich habe gerade eine wunderbare Aufnahme gefunden. „Jesus bleibet meine Freude“ beginnt bei Minute 27:00.

Die Begleitmusik spielt drei Triolenachtel zu jeder Viertelnote. Solange ihr nur Viertel- oder Halbenoten singt, ist das alles ganz eindeutig. Aber wie es genau ist, wenn ihr auch kleinere Notenwerte habt? Dazu habe ich euch in diesen Notendownload Kommentare geschrieben. Deswegen seht ihn euch unbedingt an, auch, wenn ihr schon Noten von diesem Stück habt und die gerne verwenden möchtet.

Hinweise für den Bass: Bitte singt den Text am Ende der ersten Zeile wie abgedruckt: Also Viertelnote Trost und Halbenote und. Da habe ich mich versungen. In der untersten Zeile sind zwei Noten in Lila tiefer gelegt. Wir nutzen für dieses Video die tiefergelegten Töne. Und für euch singe ich wie üblich eine Oktave zu hoch. Typisch Frau 😉

Ein Hinweis für den Tenor: Ich singe akustisch die richtigen Töne. Für mich als Frau sind sie ultra tief, für euch normal hoch. Also einfach schön hoch singen – wie immer!

Ein Hinweis für den Sopran: Ganz am Ende sind in grün für euch Töne geändert. Das ist eine typische barocke Aufführungspraxis, der ich dort folge.

Für alle: Ich habe mir viel Mühe beim Einsingen gegeben, die Schlusskonsonanten immer sehr genau auf die nächste Pause abzusprechen. Bitte macht euch das beim Üben klar, wie lange die Noten dauern:

Eine Halbenote (z.B. Ende der 1. Zeile) dauert zwei Schläge und der Schlusskonsonant kommt dann auf den dritten Schlag.

Die Schlussnote ist eine punktierte Halbenote, dauert drei Schläge. Der Schlusskonsonant kommt dann auf den 4. Schlag, also auf den 1. Schlag des nächsten Taktes.

Dann gibt es ja z.T. sehr lange Zwischenspiele. Dort habe ich, bevor es für euch wieder losgeht, die letzten Takte rückwärts gezählt. Ich sage „zwei“, wenn es noch zwei Takte sind, und „eins“, wenn es nur noch ein Takt ist. Ich hoffe, dass euch das hilft.

Und hier die Noten zum Download:

Hier kommen die Playalongs:

Jesus bleibet meine Freude Orgel und Sopran
Jesus bleibet meine Freude Orgel und Alt
Jesus bleibet meine Freude Orgel und Tenor
Jesus bleibet meine Freude Orgel und Bass
Jesus bleibet meine Freude Orgel
Jesus bleibet meine Freude Orgel und Gudrun-Chor

Bitte übt das in Ruhe, gerne auch mehr als einmal, bevor ihr euch an die Aufnahme macht. Und auch gerne über Kopfhörer. Ich setzte gerne den Kopfhörer nur auf ein Ohr, so dass ich mich im Raumklang auch noch höre. Das könnt ihr dabei alles ausprobieren. Es wird dann einfach besser und schöner und macht mehr Spaß!

Ihr könnt das mit euer Stimme üben, aber natürlich auch mit anderen Stimmen, nur mit Orgel oder mit dem Gudrun-Chor 😉 Für die Aufnahme nehmt bitte das, was euch am besten unterstützt.

Das Stück ist ja orgelbegleitet und ich möchte auf dem Film auch zeigen, wie ich orgelspiele. Bei den langen Pausen, also die, die länger sind als zwei Takte, kann es also sein, dass ihr dann nicht im Bild seid. Aber wenn ich dann anfange, euch wieder einzuzählen, dann sollte eure Bildaufnahme wieder so sein, dass sie schön anzusehen ist.

Welche technischen Voraussetzungen braucht man?

  • Kopfhörer (kabelgebunden oder bluetooth, in-ear oder on-ear, das ist alles egal)
  • digitales Abspielgerät (z.B. Smartphone, Laptop, Tablet, MP3-Player, sowas in der Art) und zusätzlich
  • Aufnahmegerät (z.B. Smartphone, Tablet, Digitalkamera)

Die Aufnahme

  • Suche dir einen schönen Ort. Er darf gerne (das habe ich neu gelernt) akustisch eher trocken sein. Ein Wohnzimmer oder Schlafzimmer zum Beispiel. Der Ton darf für dich matt und unsexy klingen. Bei der Beleuchtung ist es genau das Gegenteil: Es ist wichtig, dass du gut beleuchtet bist, damit das Bild von dir scharf ist. Am besten ist dafür indirektes Licht. Z.B. wenn draußen die Sonne scheint, du aber nicht direkt angestrahlt wirst. Ein schlichter einfarbiger Hintergrund ist am besten.
  • Zieh dir was Nettes an, mach die Haare schön (wer hofft nicht auf einen Friseur-Termin? Siehe Foto…)
  • Such dir jemanden, der dich filmt.
  • Der Bildausschnitt sollte im Hochformat sein und ein klassischer Portraitausschnitt sein. Etwa so:
  • Du singst mit Kopfhörern und der Film nimmt dich und deinen Gesang auf. D.h., auf dem Film ist das Play-Along nicht zu hören. Es ist schön, wenn man keine Noten auf dem Bild sieht.
  • Macht erst die Filmaufnahme an, dann das Play-Along. Denke daran, nach deinem letzten Ton noch 10 Sekunden lang so dazustehen, wie du dich hinterher gerne auf dem Bild sehen möchtest.
  • Dann filmt man so lange, bis man eine Version von der Strophe hat, mit der man zufrieden ist.
  • Wenn ihr die Aufnahme selbst schneidet: Gebt mir 10 Sekunden vor eurem ersten Ton und 10 Sekunden nach eurem letzten Ton Filmmaterial dazu. Im Zweifel lieber länger als kürzer. Das ist wichtig!
  • Dann schickt ihr mir den Film. Als Anhang bei Telegram oder mit WeTransfer, als USB-Stick im Briefkasten, Download in der Dropbox, irgendwie. Aber bitte nicht komprimieren.

Am besten bis Montagnacht, dann kann ich Dienstag damit anfangen. Oder sagt mir Bescheid, wenn ihr gerne mitmachen möchtet, es aber bis Montagabend nicht schafft. Bei Einzelnen kann ich das mit einplanen.

Ich weiß, dass das technisch schon durchaus fortgeschritten ist und ich bin sehr stolz, dass so viele von euch bei „Es ist ein Ros“ mitgemacht haben.

Ich hoffe, dass es euch Freude macht, euch aufzunehmen. Ich freue mich schon sehr auf das Projekt!

Viele liebe Grüße, Gudrun

P.S.: Ich habe einen Friseurtermin am 4. März und darauf freue ich mich auch sehr!!!!

1 Kommentar zu “Kantorei – Jesus bleibet meine Freude (2. Splitscreen-Video)

  1. Eine wirklich schöne Aufnahme!
    Aber ist das nicht erschreckend, wie man denkt: Boah, wie die Menschen da sitzen! Einfach so! Und der Chor und die Solisten einfach lossingen… Wird man je wieder NICHT an Aerosole und Ansteckung denken?
    Wie schön war das und wie schön wird das wieder sein!
    Auch wenn es noch dauern wird.
    Ich wünsche allen ein paar gute Gedanken und gute Momente und Zuversicht und Langmut… alles.
    Viele Grüße!

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