Für alle

Grüße zum Sonntag (28.6.20)

Liebe Chöre,

endlich kommt auch für Vokalchöre Bewegung in die Verordnungswelt. In den „Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“ in der Fassung vom 19. Juni steht bezüglich der Durchführung von Veranstaltungen folgendes:

[…] sind die Durchführung und der Besuch einer Veranstaltung, insbesondere einer kulturellen Veranstaltung wie zum Beispiel einer Aufführung der darstellenden Künste, der Musik oder der Literatur, und der Besuch eines Kinos zulässig, wenn sichergestellt ist, dass jede Person beim Betreten und Verlassen der Veranstaltung sowie während der Veranstaltung einen Abstand von mindestens 1,5 Metern
zu jeder anderen Person, die weder zum eigenen noch zu einem weiteren Hausstand noch zu einer gemeinsamen Gruppe von nicht mehr als 10 Personen gehört, einhält.
Die Zahl der Besucherinnen und Besucher darf 250 Personen nicht übersteigen.
Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat sicherzustellen, dass jede Besucherin und jeder Besucher sitzend an der Veranstaltung teilnimmt.
Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts und der Zu- und Abfahrt sowie Hygienemaßnahmen für den Besuch der Veranstaltung zu treffen, die geeignet sind, die Gefahr einer Infektion mit dem CoronaVirus SARS-CoV-2 zu vermindern.
Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat den Familiennamen, den Vornamen, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer jeder Besucherin und jedes Besuchers sowie Datum und Uhrzeit der Veranstaltung zu dokumentieren und diese Daten für die Dauer von drei Wochen nach Beendigung der Veranstaltung aufzubewahren, damit eine eventuelle Infektionskette nachvollzogen werden kann; andernfalls darf der Zutritt zur Veranstaltung nicht gewährt werden.
Die Dokumentation nach Satz 5 ist dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen vorzulegen. Spätestens einen Monat nach Beendigung der Veranstaltung sind die Daten der jeweils betreffenden Person zu löschen.

Das heißt: Chorproben und Konzerte im Freien sind möglich – Abstand vorausgesetzt. Das sind erstmal sehr gute Neuigkeiten. Mit dem Posaunenchor hatte ich jetzt schon zwei Proben open air in der Waldkirche. Da das Wetter gerade so wohlwollend ist, hat das ganz gut funktioniert.

Die grundsätzliche Verordnung zum physischen Abstand bleibt also. Seit heute (Freitag, 26.6.) gilt:

Jede Person hat physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

Hier geht es zu der Verordnung

Und seit heute (Freitag) gilt noch für Norderney speziell:

Personen, die sich in der Stadt Norderney aufhalten, haben zu jeder Zeit in folgenden Bereichen und Straßen der Stadt Norderney eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen:
– Strandstraße
– Poststraße
– Friedrichstraße zwischen Heinrich und Bismarckstraße
– Schmiedestraße

Hier der Link zur Quelle auf der Internetseite der Stadt Norderney.

Aber trotzdem und endlich! Wir dürfen wieder proben. Die Auflagen sind aber echt gewaltig. Und ich habe da nicht die rechte Idee, ob wir das so für uns umsetzen können, dass es wirklich Spaß macht. Ich sage euch auch gerne, warum:

Im Chor leben wir ja davon, dass wir die anderen hören und so zu einer Stimme werden. Das ist draußen und mit Abstand deutlich schwieriger. Diejenigen, die sicher darin sind, ihre eigene Stimme zu singen, sind dann auch klar im Vorteil. Wer aber auf einen sicheren Nachbarn angewiesen ist, wird hier das Problem haben, ihn oder sie nicht laut genug zu hören, um selbst dadurch gestützt und getragen mutig mitsingen zu können.

Logistische Aufgaben: Jeder braucht einen Stuhl. Ich hätte gerne ein E-Piano, ein Mikro und nen Lautsprechern. Wer führt die Listen? Wer achtet auf den Abstand? Sind wir auch vor und nach der Probe so diszipliniert, Abstand zu halten? Wo könnte ein guter Ort sein? Vielleicht mit einer Mauer im Rücken oder in einem Innenhof? Was wäre die richtige Uhrzeit? Was würden wir proben? Eine Frage insb. für die Kantorei… Oder so gefragt: Würden die Dvorak-Messe oder der Chilcott uns auch open air glücklichmachen? Was ist mit sanitären Anlagen? Fragen über Fragen…

Ich nehme die politische Stimmung so wahr, dass es sein kann, dass das Singen in geschlossenen Räumen ohne Abstand oder andere aerosoleindämmende Maßnahmen evtl. erst wieder erlaubt wird, wenn ein genügend großer Teil der Bevölkerung immunisiert ist. Deswegen kann es schon sehr relevant sein, den Sommer zu nutzen, weil open air da viel einfacher ist als im Nicht-Sommer.

Wie ihr lest, habe ich da etliche Fragen und sehe da jetzt spontan nicht die Lösung, bei der ich sage, dass es so gut funktionieren könnte und die ich vorantreibe. Deswegen möchte dazu einladen, hier in den Kommentaren zu diskutieren, Ideen zu sammeln, Kritik zu äußern, etc. Vielleicht finden wir ja eine Lösung und ein Konzept, so dass wir gut draußen proben und singen können. Ich danke euch jetzt schon einmal für eure Vorschläge und Ideen. Mal sehen, was daraus wird.

Der Kirchenvorstand hat aufgrund der Empfehlungen Anfang Mai beschlossen, dass es bis zu den Sommerferien keine Proben gegen wird. Dieser Beschluss ist für den Posaunenchor zurückgenommen worden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Vokalchöre auch wieder proben dürften, wenn wir ein entsprechendes Konzept vorlegen.

Außerdem ist die kleine Orgel, die man so schön zusammenbauen kann, gekommen. Oben ein Foto davon. Ich hoffe, ich kann nächste Woche ein Konzept erstellen, wie es möglich ist, dass Interessierte, also ihr zum Beispiel, sie auch zusammenbauen können.

Viele Grüße, Gudrun

P.S.: Bei evangelischen Open-Air-Gottesdiensten darf nicht gesungen werden… Es ist nicht leicht, Verordnungen in allen Details logisch und vollständig zu gestalten.

12 Kommentare zu “Grüße zum Sonntag (28.6.20)

  1. Gudrun, du bist ja toppaktuell. Wenn du ein Mikro für die Open-Air Dvorak Messe brauchst, sag bescheid. Ich habe eine Akku PA.

    • gudrunfliegner

      Ich brauche erstmal ein Gefühl dafür, wie man es machen muss, dass es uns Freude macht und sinnvoll ist… Aber auf jeden Fall Danke für das Angebot 🙂

  2. Anonymous

    Ich könnte mir Stimmproben vorstellen. Erstmal sind nicht so viele Leute gleichzeitig da und es ist auch für Sänger die Unterstützung brauchen leichter. Später kann man dann alles zusammensetzen ….
    Liebe Grüße
    Anja M.

  3. Hallo Gudrun, danke für die wunderschönen Konzerte und die Grüße zum Sonntag, einfach mal draußen singen wäre schön, vielleicht etwas, was wir schon können, schönen Sonntag, Heike

  4. gudrunfliegner

    Per Telegram hat mich dieser Vorschlag erreicht:
    Guten Morgen Gudrun. Heute Morgen auf dem Weg zum Strand dachte ich, dass das Dünental zwischen Strandaufgang Cornelius und Waldweg ein guter Platz für eine Probe im Freien sein könnte. Aber wo soll da Strom herkommen🤔? Da sind öffentliche Toiletten, aber ich bin grad nicht sicher ob die alle wieder geöffnet sind…
    Liebe Grüße

    Was meint ihr dazu?

  5. Detlev Gora Mønks

    Beim Nachdenken über Outdoor-Chorproben und leisen Stimmen geht mir am ehesten die notwendige Resonanzwand durch den Kopf. Und da fällt mir der Grundschulpausenhof ein, der Bereich zwischen Turnhalle und Hauptgebäude. Ich vermute dort eine ganz gute Akustik, man ist draußen, es gibt Stühle und per Verlängerungskabel auch Strom….. Wäre das eine Möglichkeit? Liebe Grüße, Detlev

    • Anonymous

      Von der baulichen Situation her finde ich das auch sehr gut. Man beschallt nur auch recht viele Leute mit….

  6. Anonymous

    Mich hat noch ein Vorschlag per Telegram erreicht:
    Hey Gudrun, ein möglicherweise guter Platz für Chorproben im Freien ist das kleine Rondeel unten am Hafen. Da sind ja auch stufige Sitzmöglichkeiten. Da stört man ja auch niemanden…
    53.699108,7.162311

    Muss ich mir auch mal ansehen. Danke!!!

  7. Anonymous

    Hm… niemand schreibt, dass er/sie total Lust hat, draußen zu proben und sich riesig freuen würde. Wie sieht es denn damit aus? Ein Meinungsbild ist immer hilfreich, wenn auch diejenigen, die das schön finden genau so schreiben, wie die, die das nicht schön finden und die, denen das eigentlich egal ist…

  8. Anonymous

    Ich vermisse die Chorproben ja sehr, aber draußen proben ist tatsächlich irgendwie schwierig. Wir haben in Hamburg beim Open-Air-Gottesdienst die anderen Stimmen tatsächlich GAR NICHT gehört. Nur die unmittelbare Nachbarin/Nachbarn. Für so „richtig proben“ ist open-Air meiner Meinung nach nicht geeignet. Aber für „wir-singen-bekannte-Sachen-und-sind-glücklich“ schon. Und die Idee mit dem Schulhof finde ich gut.
    Kirsten

  9. Anonymous

    Ich habe total Lust zu singen, egal wo!!:) vielleicht sind kleinere Gruppen und erstmal Stücke Dir Spaß machen gut zum reinkommen und gewöhnen.
    Die Idee mit der Grundschule klingt doch ideal!!
    Ich würde mich sehr freuen… 😍

  10. Ich hätte sehr großes Vergnügen daran, wieder zu singen, sowohl in der Kantorei als auch im Gospelchor. Der Vorschlag von Detlev erscheint mir am leichtesten durchführbar, also auf dem Westschulhof der Grundschule. Die Proben könnten an den normalen Probentagen stattfinden, am besten etwas früher, weil es ja auch irgendwann dunkel wird, und nur bei gutem Wetter. Für die Aufgaben, also auf Abstand achten oder Namensliste führen, finden sich bestimmt schnell Leute. Da es nicht abzusehen ist, wann wir wieder drinnen proben dürfen, sollten wir den Sommer nutzen.

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